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Erster Paddeltag durchs Elbsandsteingebirge

 

Dresden, Sonntag, 13.07.2014: Die erste Etappe der Internationalen Elbefahrt liegt hinter uns. Die Fahrt durch das Elbsandsteingebirge von Schmilka nach Dresden gehört auch gleich zu den landschaftlichen Highlights der Strecke. Allerdings ist Sonntag und der normale Wochenendwahnsinn auf dem Wasser trübt den guten Eindruck ein bisschen. Grölende Schlauchbootbesatzungen, Motorboote und Jetski bringen Jubel und Trubel. Die historischen und über 100 Jahre alten Schaufelraddampfer der Elbeflotte allerdings gehören für mich mit zum Bild.

  • 06 - Start in Schmilka - 110 Boote werden angekarrt und paddelbereit gemacht
  • 07 - Das Elbsandsteingebirge gehoert zu den landschaftlichen Highlights
  • 08 - Von hoch oben gruesst die Festung Koenigsstein
  • 09 - Die historischen Schaufelraddampfer gehoeren zum Bild dazu

„Sonnenkind“ bleibt allein am Zeltplatz zurück, als wir morgens um neun mit zwei Reisebussen, vier vollbeladenen Bootshängern und den dazugehörenden Zugfahrzeugen elbeaufwärts starten. „Sonnenkind“ war zwar auf einem der Anhänger aufgeladen, allerdings nicht festgezurrt worden. Trotz mehrmaligem Rumfragen, Ausrufen und Weitererzählen auf dem Zeltgeläde des VK Dresden konnte der Eigentümer nicht ermittelt werden. Also luden die für ihre Fracht verantwortlichen Fahrer das Boot wieder ab. Schade für den Sportfreund, der dann nur mit seinem Paddel am Einstieg stand. UPDATE: Gerade erfahre ich, dass auf der Elbefahrt niemand im Regen stehen gelassen wird - dieser Paddler erhielt den freien Platz in einem allein gefahrenen Zweier und konnte somit diese Strecke auch aus Paddlerperspektive erleben.

Flotte Strömung, freundliches Sommerwetter mit wechselnder Bewölkung, wenig Gegenwind und wechselnde Eindrücke vom Ufer links und rechts lassen die Fahrt zügig vorangehen. Einzig die Gierseilfähre in Rathen hemmt den ungehinderten Vorwärtsdrang, sie macht direkt vor uns die Durchfahrt dicht und wir müssen warten, bis die zahlreichen Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer aus- und wieder zugestiegen sind.

Auch der MDR-Sachsenspiegel berichtet.

Sportfreundin Marion aus Hannover, mit der ich mich über weite Strecken sehr angenehm unterhalte zieht nach den gepaddelten 44 Kilometern ihr GPS zu Rate: Durchschnittsgeschwindigkeit 9,7 km/h mit Spitzen bis zu 12 km/h, und das ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen.

Nur die, die unterwegs zu lange Pause gemacht haben, erwischt am Nachmittag eine kurze „Husche“ (sächsisch für Regenguss). Aber der Regen ist nur von kurzer Dauer und verhilft vielleicht zu etwas mehr Wasser und noch flotterer Strömung.

Zurück beim VKD gibt es Kaffee und Kuchen und ich setze mich ein bisschen mit Harald Zeiler, dem Hauptorganisator der 20. Elbefahrt an den Tisch. Mich interessieren ein paar „Hardfacts“, ein paar Zahlen zur Veranstaltung.

Die Gesamtstrecke liegt bei 635 Kilometern, allerdings werden davon „nur“ 611 km (von km 4 bis km 614,5) auf der Elbe gepaddelt. Die restliche Strecke bewegen wir uns auf Nebengewässern, die als Zufahrt zu den Übernachtungsplätzen dienen.

16 Paddeltage haben wir zur Verfügung mit Distanzen von 23 bis 58 Kilometern. Vier Ruhetage (in Dresden – gleich morgen, Wittenberg, Magdeburg und Dömitz) dienen der Erholung und kulturellen Entdeckungen.

Insgesamt haben sich 165 Teilnehmer angemeldet, im Mittel sind aber nur etwa 120 Paddler gleichzeitig an den Übernachtungsplätzen, ab Tangermünde reduziert sich das auf 110 Personen. Immerhin 93 Durchfahrer nehmen sich die drei Wochen für die Gesamtstrecke Zeit. Heute gingen beim Start 110 Boote aufs Wasser, meistens Einerkajaks. Der Großteil sind leichtlaufende Festrumpfboote, Faltboote sind eher wenige dabei. Ein paar Zweierkajaks vervollständigen das Bild. Auch zwei Einercanadierfahrer sind dabei, einer davon bin ich selbst. ;-) Und ein Zweiercanadier (oder „Dreier“, denn im Boot sitzt auch ein großer Hund).

Das „feste“ Organisationsteam besteht aus neun Personen, darunter auch die fünf Fahrtenleiter, die die vier Abschnitte durch die „Haupt“bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachen und Hamburg unter sich aufteilen. Außerdem stößt die deutsche Elbe auf kurze Strecken auch noch an die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Unzählige Helfer in den Bootshäusern, die die Elbefahrt anlaufen wird, sorgen dafür, dass es uns an nichts mangelt. Dafür schon mal im Voraus herzlichen Dank.

 

gepaddelte Etappen    
Datum Start Ziel Distanz Gesamtkilometer 
 13.07.2014 Schmilka  Dresden  44  44

 

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