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"Willkommen in Meißen!"

 

Meißen, Dienstag, 15.07.2014: „Willkommen in Meißen“ schallt es mir freundlich entgegen, als wir am eher suboptimalen, weil sehr steinigen und flachen „Strand“ vor dem Bootshaus der SG Kanu Meißen anlanden. Zum Glück stehen kräftige Helfer vom Kanuverein bereit, um beim Aussteigen und Hochtragen der Boote ins Bootshausgelände zu helfen. Die zweite, auch wieder sehr schöne, Etappe der Elbefahrt liegt hinter uns. Oben, im Clubraum erwartet uns ein riesiges und überaus leckeres Kuchenbüffet. Uns Elbefahrern geht es gut.

  • 15 - Start beim VK Dresden - das erste Mal mit allem Gepaeck
  • 16 - Anfahrt auf Dresden
  • 17 - Barocke Kulisse fuer alle Elbefahrer
  • 18 - Keine andere Stadt wirkt vom Ufer aus so imposant

Zur paddeltechnischen Erholung wäre der Ruhetag in Dresden nicht notwendig gewesen. Allerdings wurde er auch eher zur kulturellen Erbauung genutzt. Organisiert war eine Führung durch die Frauenkirche. Alternativ wurde auch eine Wanderung durch die Dresdener Weinberge angeboten, mit Verkostung des lokalen Rebensaftes. Beide Parteien berichten von schönen und interessanten Erlebnissen auf diesen Exkursionen.

Der Start am Morgen geht recht ruhig von statten. Viele müssen auch erstmal ihr Gepäck erfolgreich in den Booten verstauen. Das dauert zunächst, wird aber sicherlich nach einigen Tagen Übung leichter von der Hand gehen. Außerdem sind ja auch „nur“ 34 Kilometer zu bewältigen, auf der Elbe entspricht das etwas über drei Stunden reine Paddelzeit. Das ist auch gut so, denn die Strecke an Dresden vorbei bietet nicht nur viele herrliche Ansichten, sondern sie lockt auch mit der höchsten Biergartendichte entlang der Elbe. Also viel Zeit einplanen.

Schon gleich nach dem Start, links und rechts vom „Blauen Wunder“ grüßt auf der Blasewitzer Seite der Schillergarten (hier gibt es auch sehr leckere hausgemachte Eiscreme, das habe ich gestern abend entdeckt), auf der Loschwitzer Seite warten Elbegarten und Körnergarten auf hungrige Einkehrer. Allerdings sind wir ja eben erst vom Frühstückstisch aufgestanden und das Angebot lockt noch nicht.

Auch den Fährgarten Johannstadt gleich nach der Waldschlösschenbrücke lassen wir links liegen. Noch reicht der Anblick der Dresdener „Skyline“ um unseren Ansprüche zu befriedigen. Es gibt wohl kaum eine andere Stadt, die vom Wasser aus gesehen soviel Prunk und Wohlstand zur Schau stellt. Sich hier ein bisschen treiben lassen, schauen, staunen, genießen. Herrlich. Allerdings sollte man auch die zahlreichen Brückenpfeiler im Auge behalten, die ausgeschilderten Durchfahrten wählen und der Ausflugsschifffahrt ausweichen. Zum Glück ist Dienstag früh auf dem Wasser nicht viel los.

Erbarmungslos schiebt einen die Elbe weiter und schnell liegen die Stadtbrücken hinter uns. Dennoch sind wir immer noch in Dresden, die kleinen Dörfer links und rechts sind eingemeindet. Allerdings sind nur gelegentlich Kirchtürme, Dächer und Giebel zu sehen. Nach den Sandsteinmauern übernimmt die Natur wieder die Ufergestaltung. Allerdings nimmt auch die Biergartendichte wieder zu. Am Schild „Biergarten“ vom Wirtshaus Lindenschänke bei Kilometer 59,7 fehlt zwar das letzte „en“, aber unter den großen Linden sitzt es sich angenehm und schattig. Das weiß ich von einem vergangenen Besuch. Heute ist es aber noch ein bisschen früh, also weiter.

Schließlich kommt die Windmühle von Gohlis in Sicht. Jetzt gibt es kein Halten mehr, der Bug des Kanadiers dreht sich automatisch zum linken Ufer. Der flache Sandstrand liegt auch schon voller Boote. Falls man hier das Aussteigen verpassen sollte, kommt als letzte Möglichkeit noch „Skopi's Elbgarten“ am rechten Ufer in Betracht. Dann ist der Biergartenmarathon vorbei und schnell kommt der Bosel in Sicht, ein Weinberg mit markanter Felsklippe. Von hier ist es nicht mehr weit bis Meißen, unserem heutigen Ziel.

 

gepaddelte Etappen    
Datum Start Ziel Distanz Gesamtkilometer 
13.07.2014 Schmilka Dresden 44 44
14.07.2014 Ruhetag Dresden
15.07.2014 Dresden Meißen 34 78

 

 

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