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Ruhetag in Dömitz

 

Dömitz, Dienstag, 29.07.2014: Nicht weit von Dömitz, wenn man auf der rechtsseitigen Straße etwas elbabwärts fährt, steht an einer kleinen Stichstraße der Wegweiser zur Dorfrepublik Rüterberg. 1967 verordnete die DDR Staatsregierung die „Aktion Kornblume“, bei der mehrere Dörfer entlang der Grenzelbe geräumt und die Bürger umgesiedelt wurden. In Rüterberg war das ein bisschen anders, hier wurde das gesamte Dorf mit einem eigenen Sperrzaun eingekreist, nur über eine einzige Stichstraße mit mehreren Kontrollposten war der Zugang noch möglich: das Dorf war eine Exklave, ausgeschlossen vom Rest des sozialistischen Mutterlandes.

  • 123 - Doemitz liegt nicht nur an der Elbe sondern auch an der Mueritz-Elde-Wasserstrasse
  • 124 - Wechselvolle Geschichte in der Festung Doemitz
  • 125 - auch die gesprengte Eisenbahnbruecke von Doemitz hat was zu erzaehlen
  • 126 - beliebter Treffpunkt der Elbefahrer - das Hafenhotel mit Panoramacafe ganz oben

Im November 1989, während in Leipzig und Berlin die Rufe „Wir sind das Volk!“ ertönten, wurde eine Dorfversammlung einberufen. Rüterberg, das Dorf, das die DDR nicht haben wollte, erklärte sich zur freien Dorfrepublik. Diese Abstimmung geschah genau einen Tag vor dem Fall der Mauer, als noch niemand die weitere Entwicklung ahnen konnte.

Ein ganz anderes Stück Geschichte erleben wir beim Besuch der Festung Dömitz. Leider klappte es mit der angekündigten Führung nicht, da die entsprechende Frau leicht erkältet war und so schnell kein Ersatz gefunden werden konnte. Immerhin bekamen wir vom Chef des Festungsmuseums persönlich eine kleine Einführung in die Historie und den immerwiederkehrenden Wechsel der Besatzungsmachten. In den Kasematten war es angenehm kühl, das Heimatmuseum zeigte zahlreiche Exponate zur Elbschifffahrt (auch ein Einbaum war da, aber weder Kanadierkollege Hans-Jürgen, noch ich, wollten diesen statt unserer eigenen Boote fahren).

Auch zur Naturlandschaft und zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Mecklenburg-Vorpommern war eine Ausstellung zu sehen. Besonders beeindruckend der Raum, in dem der gesamte Lauf und der Höhenverlust der Elbe von der Quelle in Böhmen bis zum Meer an der Wand nachzuvollziehen war. So weit sind wir also bis jetzt gekommen, unser Ziel in Harburg scheint gar nicht mehr weit. Aber dennoch fehlen uns Elbefahrern ein ganzes Stück in Tschechien und auch das letzte Stück bis zum Meer wird uns dieses Mal verschlossen beiben.

Außerdem haben wir hier in Dömitz das fünfte von den sieben Bundesländern erreicht, durch die die Elbe fließt. Dömitz liegt in Mecklenburg-Vorpommern. In Niedersachsen (z.B. gestern in Schnackenburg), Sachsen-Anhalt (der längste Abschnitt mit 301,5 km), Brandenburg (zuerst beim berühmten Kilometer 121 A) und Sachsen (vom Start in Schmilka bis Torgau) waren wir schon. Letztlich fehlen noch Schleswig-Holstein und Hamburg.

 

gepaddelte Etappen      
Datum Start Ziel Distanz Gesamtkilometer  Blogeintrag
13.07.2014 Schmilka Dresden 44 44 hier...
14.07.2014 Ruhetag in Dresden hier...
15.07.2014 Dresden Meißen 34 78 hier...
16.07.2014 Meißen Riesa 25 103 hier...
17.07.2014 Riesa Torgau 48 151 hier...
18.07.2014 Torgau Wittenberg 58 209 hier...
19.07.2014 Ruhetag in Lutherstadt Wittenberg hier...
20.07.2014 Wittenberg Coswig 23 232 hier...
21.07.2014 Coswig Aken 40 272 hier...
22.07.2014 Aken Magdeburg 47 + 1 320 hier...
23.07.2014 Ruhetag in Magdeburg hier...
24.07.2014 Magdeburg Rogätz 1 + 28 349 hier...
25.07.2014 Rogätz Tangermünde 37 + 1 387 hier...
26.07.2014 Tangermünde Havelberg 1 + 35 + 3 426 hier...
27.07.2014 Havelberg Wittenberge 3 + 32 + 2 463 hier...
28.07.2014 Wittenberge Dömitz 2 + 49 + 1 515 hier...
29.07.2014 Ruhetag in Dömitz  
           
Die "kleinen" Zahlen geben die Distanzen auf den Zufahrten zu den Übernachtungsplätzen an.

 

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